Geschichte von Mariasdorf

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Die Landschaft um Mariasdorf war uraltes Siedlungsgebiet. Diese Tatsache wird durch einige spärliche Funde, die bis in die frühe Bronzezeit zurückreichen, sowie durch das Auffinden zahlreicher keltischer Hügelgräber, belegt.

Urkundlich erwähnt unter dem Namen "Menhard" taucht Mariasdorf in der "Relatoriae" - Urkunde vom 4. Mai 1388 aus dem Dunkel der Geschichte. Aus dieser Urkunde geht hervor, dass damals der ungarische König Sigismund die Herrschaft Bernstein mit allen dazugehörigen Dörfern u. Weilern - darunter auch Mariasdorf - den Brüdern Kanizsai verpfändete; dieses Pfandgut ging aber schon 1392 als freies Eigentum in deren Besitz über.

Unter ihrer Herrschaft wurde für die Bergknappen ein kapellenartiges, besonders sorgfältig ausgestaltetes Kirchlein errichtet. Noch heute stellt die Kirche ein Juwel mittelalterlicher Baukunst dar.

Mit der Übernahme der Herrschaft im Jahr 1644 durch Adam Batthyány wurden auch die letzten protestantischen Prediger, die einen wesentlichen Teil zum Aufstieg des Schulwesens beigetragen hatten, vertrieben. Erst das Toleranzpatent Kaiser Joseph II. gewährte den Protestanten die freie Religionsausübung. Das römisch-katholische Schulhaus wurde im Gemeindekataster von 1770 erstmals erwähnt, das evanglische Schulgebäude wurde 1845 eingeweiht.

1849 wurde Mariasdorf von einer verheerenden Brandkatastrophe heimgesucht, die großen Schaden anrichtete. Auch von der Auswanderung nach Amerika in den Jahren 1899 bis 1913 war Mariasdorf stark betroffen, wodurch das Dorf stark entvölkert wurde.